BSC Blasheim e.V. - von 1894
  Tischtennis > Dokumente aus 50 Jahren > Die Entwicklung der Tischtennis-Abteilung  
 

Powered by
Die Entwicklung der Tischtennis-Abteilung

Die Entwicklung der Tischtennisabteilung

Die Tischtennisabteilung ist als eine der jungen Abteilungen im Verein natürlich noch weit von der ehrwürdigen Zahl 114 entfernt, die Anzahl der Jahre, die der BSC Blasheim nun nämlich schon alt ist.

Für eine Dokumentation ihrer Geschichte boten sich daher zwei Quellen an, auf die man sich stützen konnte.: Zum einen die persönlichen Erinnerungen von Mitgliedern aus der Gründungszeit, von denen noch viele als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und zum anderen die in den Protokollen der Vorstandssitzungen oder anderen schriftlichen Dokumenten festgehaltenen Hinweise.

Die erste aktenkundige Erwähnung im BSC fand unsere Sportart im Protokoll der Vorstandssitzung vom 24. März 1956. Hier wurde eine Mitteilung des Sportkameraden Karl-Heinz Wilmsmann festgehalten, die u.a. besagt, “. . .dass die einzige bisher bei Kochs befindliche Platte zurzeit ausgebessert wird, für einen Betrieb im Vereinsrahmen jedoch mindestens vier Platten erforderlich sind.“ Man beschloss eine zweite Platte sofort zu bestellen, weitere sollten dann später folgen. Heinz Holsing versprach beim Bürgermeister anzufragen, ob zu den Tischtennisspielen ein Raum in der Schule genutzt werden könne. Dieser kurzen Diskussion auf Vorstandsebene gingen natürlich etliche sportliche Aktivitäten
voraus:

In den Anfängen nutzten einige tischtennisbegeisterte BSC Mitglieder jede sich bietende Spielmöglichkeit um ihrem Hobby nachzugehen. Dabei war jeder Spielort recht. Ob Garage,Keller oder Saal, wo immer eine Platte stand wurde gespielt. Häufig kam es auch zu freundschaftlichen Begegnungen mit den Spielern des CVJM, der in dieser Sportart recht aktiv war. Was fehlte, um Tischtennis als Sport im BSC betreiben zu können, war die Möglichkeit regelmäßige Übungsstunden abzuhalten. Und genau danach trachteten die Spieler der ersten Stunde. Die Namen aus dieser Zeit: Karl-Heinz und Gisbert Wilmsmann, Friedhelm v. Behren, Jürgen Bölk, Gerhard Horstmeier, Heinrich Kruke, Herbert Niebuhr und Heinz Pieper.

Doch wieder zurück zum dokumentierten Ablauf:

Im April 1956 konnte H. Holsing dem Vorstand mitteilen, dass die Gemeindevertretung bereit war, einen Raum in der neuen Schule zum Tischtennisspiel zur Verfügung zu stellen. Die dabei entstehenden Kosten hatte der Verein zu tragen.

Von einem offiziellen Start konnte allerdings noch lange keine Rede sein, denn im nächsten halben Jahr schwiegen die Akten. Erst auf der Vorstandssitzung im November zeigten sich erneute Geburtswehen. „Die Tischtennisabteilung will jetzt mit ihren Übungsabenden beginnen. Die erforderlichen Platten sind beschafft. Der 1. Schriftführer wird an die Amtsverwaltung ein Schreiben richten, mit der Bitte, den Werkraum der Blasheimer Schule nunmehr für den Übungsbetrieb zur Verfügung zu stellen.“ Anscheinend ging es jetzt richtig los, wenn auch mit Startschwierigkeiten. Zumindest beschwerte sich K. H. Wilmsmann als Beauftragter für Tischtennis im Dezember beim Vorstand, dass er nicht über den Beginn der Übungen unterrichtet wurde.

Der Vorstand hatte zu diesem Zeitpunkt sicher andere Dinge im Kopf, denn die erste gemeinsame Generalversammlung mit den ehemaligen Eintracht-Mitgliedern stand bevor. Auf einer vorbereitenden Sitzung beider Vorstände zeichnete sich bereits die Struktur des neuen BSC ab, in dem auch der Tischtennissport zu seinem Recht kommen sollte. Ein Tischtenniswart wurde vorgesehen und K. H. Wilmsmann als möglicher Kandidat genannt.

Am 9. Februar 1957 schlug dann die eigentliche Geburtsstunde der Tischtennisabteilung. Auf der Generalversammlung unter Vorsitz von W. Bölk wurde K.H. Wilmsmann zum Fachwart für Tischtennis gewählt. 

Die Aktivitäten im ersten Jahr vollzogen sich im Stillen und auf sportlicher Ebene ohne das das Protokoll in irgendeiner Form davon Notiz nahm. Erst auf der Generalversammlung im Januar 1958 hielt K. H. Wilmsmann Rückschau: “Die Tischtennisabteilung hat alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Am Anfang waren es viele Teilnehmer, später teilweise keine. Im Augenblick sind die Übungsabende gut besucht und es ist mit einer dauerhaften Entwicklung zu rechnen.“

Gespielt wurde in den ersten Jahren allerdings nicht nur in der Schule sondern auch im „Saal Gröne“ an 2 Platten. Als diese Übungsstätte 1958 wegfiel war die Tischtennisabteilung gezwungen an verschiedenen Stellen mit eingeschränktem Platzangebot zu trainieren. Als Ausweg aus diesem Dilemma kam nur der Keller der Schule in Betracht, der genügend Platz bot und in dem eine Heizmöglichkeit für den Winter vorhanden war. Dieser Keller musste nur entsprechend hergerichtet werden, was nach Schätzung von K.H. Wilmsmann für wenig Geld möglich war. Der Vorstand diskutierte dieses Problem im August und die anwesenden

Gemeinderatsmitglieder erklärten sich bereit, die Angelegenheit auf ihrer nächsten Ratssitzung zur Sprache zu bringen. Der Plan konnte in den kommenden Monaten tatsächlich realisiert und eine Ersatzübungsstätte im Keller hergerichtet werden. Allerdings war allen bewusst, dass es sich hierbei nur um eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung der geplanten Turnhalle handeln konnte,

Eine besondere Bedeutung gewann das Jahr 1958 durch die Tatsache, dass der BSC erstmals an den Punktespielen teilnahm, die am 20. Oktober begannen. Die Weichen für den Beitritt zum Westdeutschen Tischtennis - Verband wurden auf der Vorstandssitzung im Oktober gestellt, in der man die notwendigen Beitragsmittel zur Verfügung stellte.
Das Jahr 1960 stand dann ganz im Zeichen der neuen Turnhalle in Blasheim. Die
Jahreshauptversammlung war bereits von den Erwartungen auf die bevorstehende Inbetriebnahme geprägt, obwohl die offizielle Eröffnung unter Mitwirkung sämtlicher Gruppen des Vereins erst für den 23. April angesetzt war. Bei der Einteilung der Hallenzeiten wurde für den Tischtennissport der Montagabend und ab 21.15 Uhr auch der Mittwochabend reserviert.

Die erste größere Aufgabe im Verbandsrahmen wurde der Abteilung 1964 übertragen. Der BSC übernahm die Ausrichtung der Kreiseinzelmeisterschaften. Gespielt wurde am 27. September in der Turnhalle Blasheim an 7 Tischen, die zum Teil ausgeliehen werden mussten. Auslosung war am 25. September in der Gaststätte H. Borchard.

Dennoch sah der Jahresrückblick auf der Generalversammlung im Januar 1965 recht düster aus. Martin Gütebier, der das Amt des Tischtenniswartes 1964 übernommen hatte weil K.H. Wilmsmann auf Grund eines Unfalles nicht mehr kandidierte, musste feststellen, dass die kleinste Abteilung sich in den letzten Jahren auf einem absteigenden Ast befand. Die Mannschaft bestand zu dieser Zeit nur noch aus 5 Aktiven und es fehlte der Nachwuchs um die Abteilung wieder voranzubringen. Entsprechend mager sah auch der Kassenvoranschlag für die Abteilung aus. Pauschal wurden 100,- DM für den Tischtennissport in 1965 bereitgestellt.

Festentschlossen diese Krise zu überwinden startete man in die Spielserie 1965/66. Der BSC wurde mit 13:1 Punkten Herbstmeister in der 2. Kreisklasse und hoffte auf den Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse. Nach Abschluss der Rückserie war dieses Ziel mit 20:4 Punkten erreicht. Doch die Mühe lohnte kaum, denn mit Beginn der Serie 1966/67 wurde die 2. Kreisklasse mangels Masse aufgelöst und alle Mannschaften spielten in der 1. Kreisklasse. Trotz aller personellen Schwierigkeiten war der BSC voll in das Verbandsleben integriert. Das zeigte sich als 1968 Manfred Gröne aus den Reihen des BSC für ein Jahr zum Kreiswart des Tischtenniskreises Lübbecke gewählt wurde. Ab Januar 1969 übernahm dieser dann auch das Amt des Tischtenniswartes im BSC.

Den größten sportlichen Erfolg der Abteilung errang die 1. Mannschaft in der Spielserie 1971/72. Man beendete die Serie mit 41:3 Punkten und stieg in die Bezirksklasse auf. 
Die Aktiven der siegreichen Mannschaft waren Manfred Gröne, Herman Kowaleski, Martin Gütebier, Siegfried Niedringhaus und als Ersatz Klaus Schaefers und Gerhard Horstmeier. Nach dem Aufstieg blieben Verstärkungen aus anderen Vereinen nicht aus. Die Akten vermelden vier Neuzugänge vom TTV Lübbecke (Helmut Lampe, Wolfgang Becker, Christian Holtz und Peter Holtz). Doch der Erfolg hatte auch seinen Preis. Klaus Schaefers, seit 1971 Tischtenniswart, nahm die Bestellung von drei neuen Tischen für insgesamt 1455,01 DM in Angriff Und das bei einem Jahresetat von 800.- DM. Um die Summe aufzubringen stellte er einen Finanzierungsplan auf und beantragte Zuschüsse bei der Gemeinde, beim Kreis und beim Landessportbund. Der Erfolg gab seinen Bemühungen recht: Im Kassenbericht für 1972 sind für die Tischtennisabteilung Zuschüsse von Gemeinde, Kreis und LSB in Höhe von 1.292,- DM ausgewiesen.

Von nun an wehte ein frischer Wind durch die Abteilung. Nachdem lange Zeit der jugendliche Nachwuchs fehlte, konnte man jetzt zahlreiche, fleißig trainierende Jugendliche an den Übungsabenden beobachten. Im Spieljahr 1972/73 nahm erstmals eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil. 1974/75 waren es bereits 3 Jugendmannschaften und 1975/76 kam noch eine Mädchenmannschaft hinzu. Damit war der Spielbetrieb auf insgesamt 7 Mannschaften angewachsen.

Besonderen Anteil an diesem Aufschwung hatte Siegfried Niedringhaus, der nicht nur ein zuverlässiger Stammspieler in der 1. Mannschaft und seit 1975 stellvertretender Tischtenniswart war, sondern auch die intensive Betreuung der Jugendlichen übernahm. Der Name Niedringhaus war Mitte der 70er Jahre gleich fünfmal in den Mannschaftsaufstellungen zu finden, denn mit dem Vater waren auch die Söhne Horst, Jürgen und Bernd sowie Tochter Elke für den BSC aktiv.

Im Zusammenhang mit dem Aufbau von Nachwuchsmannschaften darf auch der Name Ernst Denig nicht vergessen werden, der bis zu seinem 64. Lebensjahr an Serienspielen teilnahm und die Mädchenmannschaft ins Leben rief.
Bei den Mädchen machten vor allem die “Tischtennis-Küken“ Schlagzeilen. So ist 1976 in der “Neuen Westfälischen“ zu lesen. “Den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der TT-Abteilung des BSC Blasheim errangen die beiden jüngsten Spielerinnen Helga Schwab (10) und Elke Niedringhaus (11). Bei der Bezirks-Endrangliste der B-Schülerinnen (bis 12 Jahre), an der die 13 besten Spielerinnen aus Ostwestfalen-Lippe teilnahmen, distanzierten die beiden BSC-Küken alle Gegnerinnen klar mit jeweils 2:0. Im entscheidenden Spiel um Platz 1 konnte Helga Schwab knapp mit 2:1 gewinnen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Helga Schwab und Elke Niedringhaus die absoluten Spitzenpositionen in Ostwestfalen-Lippe bei den Schülerinnen bis 12 Jahre innehaben.“

Als im Juni 1975 das neue Sportgelände an der Schule seiner Bestimmung übergeben wurde umrahmte das Sportfest des BSC dieses Ereignis. Zu den Einzelveranstaltungen, mit denen sich die Abteilungen der Öffentlichkeit vorstellten, gehörte auch ein Pokalturnier der Tischtennisabteilung unter der Leitung des neuen Tischtenniswartes Ernst Hillingmeier. Im Endspiel lieferten sich der BSC und die Spvg. Hedem-Vehlage ein spannendes und ausgeglichenes Duell. Mit einem knappen 5:4 Sieg behielten die Nachbarn von Hedem-Vehlage die Oberhand und durften den Pokal mit nach Hause nehmen.

Über ein Tischtennisspektakel besonderer Art beim BSC berichtete die Presse im Januar 1977. Eine Wette um 50 Liter Bier zwischen MdL Hans Dieter Morgenstern und BSC Spitzenspieler Herman Kowaleski wandelte Ernst Hillingmeier in einen guten Zweck um. Um die Chancengleichheit zwischen dem Hobbyspieler Morgenstern und dem TT-Profi Kowaleski zu wahren, hatte die Sache natürlich einen Haken: Während H. D. Morgenstern mit rechts spielen durfte, musste H. Kowaleski mit der für ihn ungewohnten linken Hand spielen.
Nach 3 heißumkämpften Sätzen konnte Kowaleski einen 2:1 Sieg für sich buchen. Die zahlreichen Zuschauer brachten einen Betrag von 70.- DM in die Kasse, der von der Abteilung auf 100.-DM aufgestockt wurde. Diese Summe konnte Pastor Manfred Grabs nach der Siegerehrung als Spende für die Renovierung der Blasheimer Kirche in Empfang nehmen.

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1978 übernahmen Heinz Kreienkamp als Tischtenniswart und Wolfgang Sasse als sein Stellvertreter die Leitung der Abteilung. Damit begann ein neuer Abschnitt, der bis in die Gegenwart reicht, da Wolfgang Sasse dieses Amt bis 1995 ausübte, und nachdem Kurt Thilo erster Vorsitzender  wurde, seit  1995 als Tischtenniswart für die Abteilung verantwortlich ist.

Eine Aufgabe, die wieder einmal den vollen Einsatz aller Abteilungsmitglieder erforderte, war die Ausrichtung der Kreiseinzelmeisterschaften. am 10./11. und 17./18. September 1983 in Lübbecke. Diese Meisterschaften hatten sich im Laufe der Jahre zu vorbereitungsintensiven Großveranstaltungen entwickelt deren Aufwand und Umfang natürlich nicht mehr vergleichbar war mit der erwähnten Ausrichtung im Jahre 1964. Gespielt wurde am 1. Wochenende in der Kreissporthalle und am 2. Wochenende in der Stadtsporthalle. Auslosung und Organisation des starken Teilnehmerfeldes für die 17 Spielklassen fanden am 6. September im Rasthaus Weßling in Blasheim statt. An den Spieltagen konnten mit Unterstützung  des TTV Lübbecke 16 Platten bereitgestellt werden, an denen die Abteilungsmitglieder einen reibungslosen Ablauf organisierten. Gleichzeitig waren die Frauen der Abteilung unermüdlich im Einsatz um alle Spielerinnen und Spieler mit Essen und Getränken. zu versorgen.

Aus den sportlichen Höhepunkten der letzten 10 Jahre sollen hier nur einige Beispiele herausgegriffen werden: Bei der 1. Herrenmannschaft lagen Aufstieg und Abstieg meist dicht beieinander. Nach dem Abstieg aus der 1. Kreisklasse 1984 brachte ein dramatisches Spiel gegen den SC BW Vehlage die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse 1985 und den Wiederaufstieg. Dreieinhalb Stunden dauerte es bis in diesem Krimi die Entscheidung gefallen war. Im Schlußdoppel hatte Vehlage mit 4 Matchbällen im 2.Satz bereits Sieg und Aufstieg vor Augen, als Sokolis/Hölscher für Blasheim das Blatt noch wenden konnten. Mit 23:21 im 2. Satz und 21:14 im 3.Satz stellten sie den Blasheimer Sieg sicher. Für den BSC spielten damals Reinhard Schnittker, Jürgen Niedringhaus, Bernd Sokolis, Andreas Hölscher, Heinz Schwarzer und Manfred Cording.

Der Aufstieg in die Kreisliga gelang der 1. Mannschaft erst 1990. Ohne Niederlage wurde das stark verjüngte Team mit Stefan Schaefers, Klaus Strathmeier, Reinhard Schnittker, Jürgen Niedringhaus, Torsten Hellweg und Ole Niedringhaus Meister in der 1. Kreisklasse.

Im gleichen Jahr sorgte die 2. Mannschaft mit der Meisterschaft in ihrer Staffel der 2. Kreisklasse und dem Aufstieg zur 1. Kreisklasse für einen guten Unterbau. Für die zweite Mannschaft spielten Bernd Sokolis, Werner Steinkamp, Andreas Siebe, Andreas Hölscher, Stephan Niemann und Olaf Quade.

Die Damenmannschaft, die sich aus dem eigenen Nachwuchs entwickelt hat, konnte 1992 ihren bisher größten Erfolg verbuchen. Gegen die Favoritinnen vom SC BW Vehlage gelang im Endspiel um den Pokal der Damenkreisklasse ein verdienter 5:3 Sieg. Die erfolgreichen Tischtennis-Damen waren Elke Brinkmeier, Meike Rohlfing, Anke Rohlfing, Anja Wiegmann, Andrea Rühe und Brigitte Niedringhaus,

Ein Aushängeschild .der Abteilung stellte zweifellos über viele Jahre die 1. Jungenmannschaft dar. Grund dafür war, dass mit Günter Hackfort ein erfahrener Oberligaspieler des TTV Lübbecke als Trainer für unsere Jugendlichen gewonnen werden konnte. Seit 1986 führte er immer wieder junge Talente zu Spitzenleistungen., Von dieser erfolgreichen Arbeit profitieren vor allem die Herrenmannschaften, auch wenn immer wieder große Talente wie z.B. Falk Brese oder Michael Meier auf Dauer nicht gehalten werden konnten und ihren Weg bei anderen Vereinen in höheren Spielklassen suchten. Äußeres Zeichen von G. Hackforts Trainingsarbeit waren einige Meistertitel und Pokalsiege auf Kreis- und Bezirksebene. Den Höhepunkt stellten die Bezirksmeisterschaft 1989/90 und der damit verbundene Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Jungen-Verbandsliga dar. Die
Meistermannschaft spielte mit Falk Brese, Bernd Meyer, Michael Schulte und Michael Meier.
Durch den altersbedingten Wechsel von F. Brese in die 1. Herren und die Rückkehr von B. Meyer zu seinem Heimatverein SV Oberbauerschaft wurden in der Jungenmannschaft zwei Plätze für Stefan Frenkel und Alexander Hanusa frei. Auch in dieser neuen Besetzung konnte sich die Mannschaft in der Verbandliga behaupten und die Serie mit einem beachtlichen 6. Platz abschließen. Betreut wurden die Jugendlichen auf ihren weiten Reisen vor allem von unserem Tischtennisjugendwart Bernd Sokolis.
Leider war mit Ablauf der Serie 1990/91 ein vorläufiges Ende erreicht, weil alle Spieler von nun an in den Herrenklassen starten mussten. Geeigneter Ersatz stand nicht zur Verfügung, so dass mit einem Neuaufbau in der Kreisklasse begonnen wurde.

1994 stand die Abteilung mit 5 Herrenmannschaften, 1 Damenmannschaft,. 1. Jungenmannschaft, 1 Schülermannschaft und 1 Schülerinnenmannschaft auf einer soliden Basis, um sich den Aufgaben der Zukunft zu stellen.

Das Jahr 1995 brachte durch die Wahl des  1.  Tischtenniswartes Kurt Thilo zum Vereinsvorsitzenden des BSC einen einschneidenden Wechsel. Als 2. Tischtenniswart wurde Hans-Werner Grabemann auf der Hauptversammlung gewählt und Wolfgang Sasse rückte zum 1. Tischtenniswart auf. 
1995 ging die Abteilung mit einer Damenmannschaft, fünf Seniorenmannschaften und einer Schülerinnenmannschaft in den Meisterschaftsbetrieb. Während der Seniorenbereich, mit einigen Ausreißern nach oben und unten relativ konstant besetzt blieb, verzeichneten wir im Jugend und Schülerbereich ein heftiges, stetiges Auf und Ab. Am 25.02.1995 bevölkerten plötzlich über 25 Jungen die Blasheimer Turnhalle bei den ‚Mini-Meisterschaften’.

Aus diesem Potential konnte im Herbst 1995 eine neue Schülermannschaft gebildet werden, die aus neun Spielern bestand.

In dieser Serie 1995/1996 wurden in fünf Herrenmannschaften und in einer Damenmannschaft 28 Herren und 7 Damen eingesetzt.

Schon 1996 mussten wir zwei Schülermannschaften melden.  Da sich durchschnittlich mehr als 20 Spieler in der Turnhalle tummelten, mussten zusätzliche Trainingseinheiten zur Verfügung gestellt werden, die zuerst in der alten Turnhalle am Wiehenweg in Lübbecke, später dann in der Regenbogenschule an der Martinstrasse in Lübbecke angeboten wurden.

Um solche Trainingseinheiten realisieren zu können, benötigten wir neue Tischtennistische, neue Netze aber vor allem anderen Trainer und Betreuer.

Um an neue Tische zu kommen bedurfte es ja nur ein schlüssiges Finanzierungskonzept zu erstellen. Für die Bestückung von zwei Hallen benötigten wir mindestens zwölf Tische. Acht waren vorhanden, also waren vier zu bestellen. Mit Fördermitteln des LSB, mit Spenden und Zuschüssen des Vereins war es dann möglich, diese vier Tische zu erwerben. Für eine relativ kleine Abteilung, bei einem seinerzeitigen Etat von umgerechnet etwa € 1.600,00 eine Anschaffung von über € 2.500,00.

Trainer oder Betreuer zu bekommen war jedoch unendlich schwerer. Die Trainingsarbeit wurde wie gehabt von Günter Hackford erledigt und für die Betreuung der Jugendlichen und Schüler zeichnete Bernd Sokolis mit etlichen Helfern verantwortlich.

Die Serie ab Sommer 1997 mussten dann mit drei Schülermannschaften gespielt werden. Ranglisten wurden besucht und der Spielbetrieb aufrechterhalten. Der BSC hatte nun neun gemeldete Mannschaften im Kreisbereich. Leider stieg in dieser Serie, Ende April 1998 unsere 1. Mannschaft auf der Kreisliga in die 1. Kreisklasse ab und drei Leistungsträger verließen den Verein. Hier war also ein Neuaufbau nötig. Unsere Damen dagegen erreichten in dieser Serie das Kreispokalendspiel und wurden durch ein 5:3 über Rothenuffeln Kreispokalsieger 1998. Den Staffelsieg in ihrer Kreisligastaffel errangen unsere Damen noch dazu, unterlagen dann aber leider im Spiel um den Kreismeistertitel.

Die nächsten zwei Jahre spielten die Senioren in der 1. Kreisklasse, der 2. und 3. Kreisklasse sowie in der Damenkreisliga, aber die Jugendarbeit zeigt erste Früchte. Die Schülermannschaft des BSC wurde 1999 als Kreispokalsieger zur Jugendmannschaft des Jahres von Presse und Stadtsportverband ausgewählt und von der Stadt durch den damaligen Bürgermeister Gerhard Bösch geehrt.

Das Jahr 2000 begann mit einem Wechsel im Verantwortungsbereich für die Jugendarbeit. Nach über zwölf Jahren wurde Bernd Sokolis von Frank-Werner Wickemeyer abgelöst. Mit zwei Jugendmannschaften und einer Schülermannschaft hatte er plötzlich viele neue Freunde.

Viel einschneidender als eine Neuregelung und eine Materialänderung,  wie die Einführung von drei Gewinnsätzen und der Satzverkürzung auf nur 11 Punkte, als auch die Vergrößerung der Bälle von 38 mm auf 40 mm kann man sich in einer Sportart fast nicht vorstellen.

Als Vergleich: man vergrößere die Fußballtore um 5 % und würde in drei Drittelzeiten ein Meisterschaftsspiel durchführen.

Das aber mussten die Tischtennisspieler ab 2001 neu lernen. Erstaunlicherweise ging diese Umstellung fast geräuschlos und ohne Probleme in allen Klassen über die Bühne.

2002 brachte der Abteilung nach über dreijähriger Abwesenheit im Kreisoberhaus über die Relegationsrunde der ersehnte Aufstieg in die Kreisliga, aus der man sich jedoch nach nur einer Saison wieder verabschieden musste. In der Jugendkreisklasse konnte ebenfalls ein Kreismeistertitel errungen werden. Im Endspiel der Staffelsieger konnte in Rahden die Kreismeisterschaft gegen TuS Petershagen mit 8:6 erkämpft werden.

Leider erreichten drei der Spieler die Jugendaltersgrenze und wir konnten die Berechtigung zum Aufstieg nicht wahrnehmen, da in der Jugendabteilung adäquater Ersatz fehlte.

2003 hatten wir das seltene Glück, einen Kreiseinzelmeister in unseren Reihen zu haben. Aber es ist nun einmal so: wenn man 7 Einzelspiele bestreitet und das letzte Spiel das Endspiel ist, dann hat man das Turnier gewonnen. Frank-Werner Wickemeyer hat dieses Märchen am 18. Mai 2003 wahr werden lassen.

Und wieder ging eine Ära zu Ende. Zehn Jahre lang war mir Hans-Werner Grabemann ein verlässlicher Stellvertreter als 2. Tischtenniswart gewesen, als er sich 2004 entschloss, nicht wieder zu kandidieren. So wählte die Jahreshauptversammlung  des Vereins auf Vorschlag der Abteilung zum 2. Tischtenniswart Torsten Hellweg.

2004 wurde dann zu einem Jahr der Veränderungen. Nach dem überzeugenden Staffelsieg der 1. Mannschaft und dem erwünschten Wiederaufstieg in die Kreisliga, dem guten Abschneiden der 2. Mannschaft in der 1. Kreisklasse zwangen uns die Umstände zu gravierenden Änderungen.  Überraschende Vereinswechsel und Rückzüge aus dem Wettkampfsport zwangen uns, nachträglich auf  Startplätze in höheren Klassen zu verzichten und aus drei Mannschaften zwei zu bilden, die dann in der 3. Kreisklasse spielen sollten.

Auch konnte nur noch eine Jugendmannschaft gemeldet werden, da die Schüler sich in andere Sportarten verabschiedet hatten.

In dieser Konstellation spielen die Seniorenmannschaften bis 2007, bis auf die Tatsache, dass für die Saison 2006/2007 erstmals keine Mannschaft im Jugendbereich gemeldet werden konnte. Lediglich bis zu sechs Schüler wurden seinerzeit  vom neuen Jugendwart, Johannes Westerholt, der Frank-Werner Wickemeyer 2005 ablöste, betreut.

2007 konnte die nächste Kreismeisterschaft errungen werden. Die Spieler um Marco Kuhlmann erreichten den Titel in der Kreisliga und stiegen damit in die Bezirksklasse auf.

Es waren die Spieler: Stephan Frenkel, Frank Möller, Torsten Hellweg, Alexander Hanusa, Marco Kuhlmann und Sven Dümke.

Die Bürgermeisterin Susanne Lindemann ehrte diese Sportler für die Leistung mit dem Prädikat ‚Mannschaft des Jahres’ 2007 der Stadt Lübbecke.

Leider ist es der Mannschaft nicht gelungen, diese Klasse zu halten. Nur, jeder, der diese Zeilen gelesen hat weiß, dass Tischtennisspieler des BSC nach einem mißlungendem Anlauf sich nicht resigniert zurücklehnen. Es wird, hoffentlich mit vereinten Kräften und einer verstärkten 1. Mannschaft, erneut der Versuch unternommen werden, den Kreismeistertitel für den BSC Blasheim zu holen. Aufstiegsfeiern sind doch etwas Schönes.

Zum Abschluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass ein Spieler in der Saison 2007/2008 eingesetzt werden konnte, der auch schon in der Saison 1958/1959 gespielt hat. Seit 1959 besitzt Heinz Kreienkamp die Spielberechtigung für den BSC. Eine nachahmenswerte Leistung.

 

Wolfgang Sasse



 
Top! Top!